Schulfest

Alle 2 Jahre laden wir herzlich zu unserem Schulfest ein. In diesem Jahr fand anstelle eines Schulfestes eine Zirkusprojektwoche mit anschließenden Aufführungen statt.

 

Bericht von Wolfgang Steimel: 

Es ist viel mehr als nur ein Zirkus, der Familienbetrieb der Familien Ortmann, die unter dem Namen "Zirkus Rondel" über die Lande reisen. Sie bringen mit ihrem Zirkus ein pädagogisches Konzept mit, das Verantwortungsbewusstsein, Selbstwertgefühl, Kreativität, Phantasie, Hilfsbereitschaft und kollektiven Zusammenhalt fördert. Die Zirkusfamilie reist authentisch an, sie lebt während der Projektwoche in Wohnwagen, bringt die Tiere wie Ponys, Ziegen und Tauben im gesondertem Zelt unter und die beiden braven Zirkushunde bewachen alles.

Das Projekt selber begann bereits sonntags, wenn Mütter, Väter, Onkel und Tanten der Grundschüler antreten dürfen, um beim Zeltaufbau zu helfen. Die Kinder sind natürlich auch dabei. Sie verfolgen aufgeregt diese Arbeiten. Im Abendlicht strahlt groß und beleuchtet der Namenszug RONDEL über dem großen Hauptzelt, ein völlig neues Bild in und für Ruppichteroth auf dem Platz vor der Bröltalhalle.

Montags ging es dann los. Insgesamt 214 Grundschüler waren angetreten zum Kennenlernen. Sie wurden in drei gleich große Gruppen aufgeteilt, die sich dann im Laufe der Woche jeweils auf eine Vorstellung konzentrieren und fleißig trainierten. Sehr schnell zeigten sich Talente, die die Profis vom Zirkuspersonal sofort erkannten und für bestimmte Aufgaben abstellten.

Die Clowngruppen übten ihren lustigen Auftritt, die Sieben Zwerge flogen regelrecht durch die Manege, Bauchtänzerinnen, Feuerschlucker und Fakire mit Nagelbrettern übten für ihre spektakulären Auftritte. "Kraftprotze bauten Menschenpyramiden", besonders tierliebe Kinder durften die Vorführungen mit Ponys, Tauben und Ziegen einüben und letztlich waren es die ganz Mutigen, die sich mit dem Trapez in die Zirkuskuppel heben ließen um ihre in den vergangenen vier Tagen einstudierte Artistik vorzustellen. Das Ganze dann bei den insgesamt drei Vorstellungen (jede Gruppe einmal) vor je knapp 400 Zuschauern im grellen Scheinwerferlicht, mit professioneller Beschallung alles genau wie im "richtigen" Zirkus - denn schließlich war es ja ein echter Zirkus mit den vielen kleinen begeisterten Mitwirkenden.

Einhellig war auf jeden Fall nach den Vorstellungen zu hören, dass niemand solche tollen Leistungen den eigenen Kindern zugetraut hatte. Alle waren begeistert und stolz und alle packten dann auch nochmals gerne mit an zum Abbau der Zelt- und Wagenburgen, musste dieses doch am nächsten Tag bereits wieder an einem anderen Ort aufgebaut werden.

Die Rektorin der Grundschule, Cornelia Löbach, freute sich zum Abschluss riesig, dass alles ohne größere Schwierigkeiten oder gar Verletzungen abgelaufen sei, noch mehr freute sie sich über die Leistungen ihrer Schüler und eine tolle, sinnvolle, hochwertige pädagogische Projektwoche. Sie war aber auch froh, dass jetzt wieder der ganz normale Tagesablauf in der GGS einkehren würde - mit dem normalen täglichen "Zirkus".

 

 

Im Juni 2014 feierten wir unser 60jähriges Jubiläum.